In der Buchhaltung und im Finanzwesen begegnet man häufig dem Begriff „Tilgung“. Doch was bedeutet Tilgung genau und wie wird sie verbucht? In diesem Beitrag erklären wir leicht verständlich, wie Tilgung funktioniert, welche Arten es gibt und worauf Selbstständige und Unternehmer:innen achten sollten.
Die Tilgung ist die planmäßige Rückzahlung eines aufgenommenen Kredits oder Darlehens. Sie erfolgt in der Regel in regelmäßigen Raten über einen vereinbarten Zeitraum. Dabei ist die Tilgung nicht mit den Zinsen zu verwechseln: Während die Zinsen die Kosten für die Nutzung des geliehenen Geldes darstellen, reduziert die Tilgung tatsächlich die verbleibende Schuldsumme – auch als Restschuld bezeichnet.
Je nach Kreditvertrag und finanzieller Planung kommen unterschiedliche Tilgungsformen zum Einsatz. Die wichtigsten Tilgungsarten sind:
Buchhalterisch betrachtet führt die Tilgung zu einer Verminderung der Verbindlichkeiten in der Bilanz. Der Tilgungsanteil einer Kreditrate wird auf dem entsprechenden Passivkonto erfasst und reduziert die Restschuld. Der Zinsanteil hingegen wird als betrieblicher Aufwand verbucht, da es sich um Kosten für die Kapitalüberlassung handelt.
Es ist wichtig, beide Anteile – Tilgung und Zinsen – korrekt zu trennen, um eine ordnungsgemäße Buchführung sicherzustellen. In vielen Fällen hilft ein Tilgungsplan dabei, die Zusammensetzung der Kreditraten übersichtlich darzustellen.
Viele Kreditverträge enthalten die Möglichkeit sogenannter Sondertilgungen. Damit kann der Kreditnehmer zusätzliche Beträge außerhalb des regulären Zahlungsplans zurückzahlen – zum Beispiel aus einem unerwarteten Umsatzüberschuss. Sondertilgungen ermöglichen eine schnellere Schuldenfreiheit und können langfristig Zinskosten sparen. Allerdings sollte geprüft werden, ob dafür Gebühren oder eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen.
Aus steuerlicher Sicht ist wichtig zu wissen: Tilgungszahlungen selbst sind nicht als Betriebsausgabe absetzbar, da sie lediglich die Rückzahlung eines Kredits darstellen. Abzugsfähig sind dagegen die Zinskosten, also der Preis für die Nutzung des Fremdkapitals. In Papierkram findest Du die Kategorie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen", in der Du die Zinskosten ganz einfach verbuchen kannst.
Die Tilgung ist ein grundlegender Bestandteil jedes Kreditvertrags und spielt eine wichtige Rolle in der Buchhaltung. Sie beeinflusst nicht nur die Liquidität eines Unternehmens, sondern auch dessen Bonität und Kreditwürdigkeit. Wer sich mit den verschiedenen Tilgungsformen und deren buchhalterischer Behandlung auskennt, kann Kredite gezielt steuern und finanzielle Spielräume optimal nutzen.
Tilgung bezeichnet in der Buchhaltung die planmäßige Rückzahlung eines Kredits oder Darlehens. Sie reduziert die Verbindlichkeiten eines Unternehmens und wird getrennt von den Zinszahlungen erfasst.
Die gängigsten Tilgungsarten sind die Annuitätentilgung (gleichbleibende Rate), die Ratentilgung (gleichbleibender Tilgungsanteil, sinkende Gesamtrate) und die endfällige Tilgung (gesamte Rückzahlung am Laufzeitende).
Der Tilgungsanteil wird auf einem Passivkonto verbucht und verringert die Restschuld. Der Zinsanteil wird als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Nein, Tilgungszahlungen sind steuerlich nicht absetzbar, da sie keine Betriebsausgaben im engeren Sinne darstellen. Abzugsfähig sind lediglich die Zinsen als Finanzierungskosten.
Eine Sondertilgung ist eine freiwillige, zusätzliche Rückzahlung außerhalb des regulären Tilgungsplans. Sie ermöglicht es, Kredite schneller zu begleichen und Zinskosten zu senken.
Erfahrungsberichte von Nutzer:innen, die in den Bereichen Sozialpädagogik, Film, Fernsehen, Rundfunk, Organisation, Design, Fotografie und Webdesign arbeiten.
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