Wirtschaftliche Lage stabil, Stimmung im freien Fall: Selbstständige sind 2026 noch unzufriedener als im Jahr davor

16. April 2026

TL;DR? Artikel zusammenfassen lassen mit …
ChatGPT Claude Perplexity

Umsätze und Gewinne trotzen der Krise, doch das Vertrauen in Politik und System erodiert

Eine Analyse der größten Stimmungsverschiebungen im Papierkram-Konjunkturmonitor

Der Papierkram-Konjunkturmonitor 2026 liefert ein überraschendes Ergebnis: Während Umsätze, Gewinne und Zukunftserwartungen der befragten Selbstständigen weitgehend stabil bleiben, bricht die politische Stimmung dramatisch ein. Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung hat sich binnen eines Jahres dramatisch verschlechtert. Und das trotz Regierungswechsel.

Was der Konjunkturmonitor misst und warum die Ergebnisse so interessant sind

Der Papierkram-Konjunkturmonitor ist eine jährliche Befragung unter Nutzerinnen und Nutzern der Buchhaltungssoftware Papierkram. Weil ausschließlich zahlende Abonnent:innen eingeladen werden, handelt es sich dabei um eine besonders praxisnahe Zielgruppe: echte Selbstständige, Freiberufler:innen und Kleinunternehmer:innen, die aktiv und gewinnorientiert wirtschaften.

Es gibt keine Drittmittelgeber oder externe Auftraggeber, die Daten werden ohne Einflüsse Dritter erhoben, ausgewertet und publiziert.

Studien, die sich mit der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage beschäftigen, befragen üblicherweise Groß- und Mittelstandsunternehmen. Der Papierkram-Konjunkturmonitor ist eine der sehr raren Studien, die die Stimmung unter Selbstständigen und Freiberufler:innen einfängt.

Die erste Befragung fand im November 2024 statt, die zweite von Dezember 2025 bis Januar 2026. Mit 2.260 beziehungsweise 1.555 Fragebogen-Aufrufen liefern beide Erhebungen eine solide Datenbasis. Die Grundstruktur der Befragten blieb dabei bemerkenswert konstant: rund zwei Drittel männlich, etwa ein Drittel weiblich, und überwiegend Einzelunternehmer sowie Freiberuflerinnen.

Genau dieser Stabilitätsfaktor macht den direkten Jahresvergleich so aufschlussreich: Wenn sich die Zusammensetzung der Befragten kaum verändert, aber einzelne Werte stark schwanken, dann ist das ein echtes Signal, kein statistisches Rauschen.

Befragungsstruktur

Wer wurde befragt? Geschlecht der Teilnehmer:innen im Vergleich

Monitor 2025 (Nov 2024) Monitor 2026 (Dez 2025 / Jan 2026)

Gültige Prozente. Befragte ohne Angabe wurden herausgerechnet.

Das Kernergebnis: Stimmung und Zufriedenheit im Jahresvergleich

Betrachtet man die zentralen Stimmungsindikatoren nebeneinander, ergibt sich ein eindeutiges Bild: Nahezu alle Zufriedenheitswerte sind im Vergleich zur Vorjahresbefragung gesunken. Die Bewegungen sind dabei nicht dramatisch, mit einer einzigen markanten Ausnahme.

Zufrieden mit Selbstständigkeit

79,2 % 73,9 %

▼ 5,3 Prozentpunkte

Geschäftliche Lage gut/sehr gut

58,7 % 52,8 %

▼ 5,9 Prozentpunkte

Regierung: zufrieden/sehr zufrieden

13,7 % 5,4 %

▼ 8,3 Prozentpunkte

Selbstständigkeit bleibt bestehen

86,7 % 81,7 %

▼ 5,0 Prozentpunkte

Besonders auffällig ist dabei die innere Konsistenz dieser Verschiebungen: Alle vier Werte zeigen in dieselbe Richtung. Das legt nahe, dass es sich nicht um Zufallsschwankungen handelt, sondern um eine echte und breit getragene Stimmungseintrübung innerhalb der befragten Gruppe.

Stimmungsindikatoren

Zufriedenheit und Lagebeurteilung: Monitor 2025 vs. 2026

Monitor 2025 Monitor 2026

Alle Werte: Anteil der positiven Nennungen in Prozent (sehr zufrieden + zufrieden bzw. gut + sehr gut).

Zufriedenheit mit der eigenen Selbstständigkeit: Nach wie vor hoch, aber spürbar gesunken

Die gute Nachricht zuerst: Auch im Monitor 2026 ist die große Mehrheit der Befragten mit ihrer Selbstständigkeit zufrieden. Konkret gaben 26,6 % an, sehr zufrieden zu sein, weitere 47,3 % bezeichneten sich als zufrieden. Zusammengenommen sind damit noch immer 73,9 % der Befragten mit ihrer Situation als Selbstständige oder Selbstständiger einverstanden.

Allerdings war dieser Wert im Monitor 2025 mit 79,2 % noch deutlich höher. Der Rückgang um 5,3 Prozentpunkte ist deshalb bemerkenswert, weil er sich nicht durch eine schlechtere wirtschaftliche Performance erklären lässt. Wie noch gezeigt wird, sind Umsatz und Gewinn in beiden Jahren annähernd gleich stabil geblieben.

„50 % Bürokratie, 50 % wirklich Geld verdienen. Da ist es doch kein Wunder, dass die Wirtschaft nicht funktioniert."
— Teilnehmer:in Papierkram Monitor 2026, offene Antwort

Was sich verändert hat, sind also nicht die wirtschaftlichen Ergebnisse, sondern die Rahmenbedingungen, in denen diese Ergebnisse erzielt werden. Die wachsende Bürokratielast, das Gefühl der politischen Nicht-Beachtung und die zunehmende Notwendigkeit von Nebentätigkeiten scheinen die eigentliche Ursache für die Stimmungseintrübung zu sein.

Zufriedenheit mit eigener Selbstständigkeit

Detailverteilung: Wie zufrieden sind Selbstständige mit ihrer Arbeitssituation?

Monitor 2025 Monitor 2026

Die geschäftliche Lage: Stabil, aber weniger strahlend als ein Jahr zuvor

Ähnlich verhält es sich mit der Bewertung der eigenen Geschäftslage. Im Monitor 2026 beurteilten 52,8 % der Befragten die Situation ihres Unternehmens als gut oder sehr gut. Das ist nach wie vor eine Mehrheit, aber ein spürbarer Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 58,7 %.

Auf der anderen Seite ist der Anteil derjenigen, die ihre Lage als schlecht oder sehr schlecht einschätzen, von 14,4 % auf 16,6 % gestiegen. Das klingt nach einer kleinen Verschiebung, doch in Kombination mit den übrigen Indikatoren fügt es sich in ein konsistentes Muster ein.

Wichtige Beobachtung: Trotz der Eintrübung beschreibt noch immer mehr als die Hälfte aller Befragten die eigene Geschäftslage als positiv. Das unterscheidet die Selbstständigen-Stimmung deutlich von der allgemeinen Wirtschaftspessimismus-Debatte in Deutschland.

Diese Diskrepanz zwischen dem eigenen Unternehmenserleben und der Wahrnehmung der Gesamtwirtschaft ist eines der stabilsten Ergebnisse über beide Befragungen hinweg: Wer selbstständig ist, bewertet die Lage seines eigenen Unternehmens systematisch besser als die wirtschaftliche Situation des Landes insgesamt. Und auch wenn beide Werte leicht nachgeben, die Kluft bleibt bestehen.

Wirtschaftslage Deutschland: Pessimismus verfestigt sich

Die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland war schon im Monitor 2025 düster. Im Monitor 2026 hat sie sich noch einmal leicht verschlechtert: Statt 45,6 % bewerten nun 47,2 % der Befragten die wirtschaftliche Lage als schlecht oder sehr schlecht.

Der Anteil derjenigen, die „neutral" antworten, ist von 38,4 % auf 40 % leicht gestiegen. Sowohl die sehr negativen als auch, in sehr kleinem Maße, die sehr positiven Einschätzungen haben zugenommen. Die Stimmung polarisiert sich also minimal.

Wirtschaftliche Lage Deutschland

Wie beurteilen Selbstständige die Lage des Landes und die des eigenen Unternehmens?

Wirtschaftslage DE 2025 Wirtschaftslage DE 2026 Eigene Lage 2025 Eigene Lage 2026

Verteilung der Bewertungen in Prozent. Skala: Sehr gut bis Sehr schlecht.

„In meiner kleinen selbstständigen Blase läuft und wächst alles super. Schaut man auf die letzten Sparjahrzehnte und den Zerfall sämtlicher Infrastruktur, kann einem nur Angst und Bange um die Zukunft der eigenen Kinder werden."
— Teilnehmer:in Papierkram Monitor 2026, offene Antwort

Das schärfste Signal: Zufriedenheit mit der Bundesregierung bricht ein

Das auffälligste und zugleich beunruhigendste Ergebnis des Monitors 2026 ist die Entwicklung der Regierungszufriedenheit. Während im Monitor 2025 noch 13,7 % der Befragten angaben, mit der wirtschaftspolitischen Arbeit der Bundesregierung zufrieden oder sehr zufrieden zu sein, sind es im Monitor 2026 nur noch 5,4 %.

Anders ausgedrückt: Nur noch jede zwanzigste befragte Person gibt der Bundesregierung in wirtschaftspolitischer Hinsicht eine positive Note. Gleichzeitig stieg der Anteil derjenigen, die unzufrieden oder sehr unzufrieden sind, von 59,5 % auf 66,5 %.

Wichtiger Kontext: Zwischen beiden Befragungen fand die Bundestagswahl statt. Die erste Befragung lief noch unter der Ampelregierung, die zweite bereits unter dem neuen Kabinett Merz. Der Einbruch der Zufriedenheit ist also keine Reaktion auf eine gleichbleibende Regierung, sondern auf eine neue, die offensichtlich die Erwartungen der Selbstständigen ebenfalls nicht erfüllt.

Politische Stimmung

Zufriedenheit mit der Bundesregierung: ein dramatischer Rückgang

Monitor 2025 (Ampelregierung) Monitor 2026 (Kabinett Merz)

Die qualitative Auswertung liefert dafür ein klares Motiv: Viele Befragte benennen konkrete Enttäuschungen, beispielsweise die Einführung der Aktivrente im Januar 2026, die Selbstständige explizit ausschließt. Ein Gesetz, das kurz vor Beginn der zweiten Befragung verabschiedet wurde, und das in den offenen Kommentaren häufig als Beleg für strukturelle Benachteiligung genannt wird.

Außerdem wird die Bürokratie von den befragten Unternehmer:innen als sehr großes Problem wahrgenommen. Selbstständige fühlen sich gegenüber Großunternehmen zunehmend benachteiligt.

„Statt Bürokratie abzubauen, wird Selbstständigen immer mehr aufgeladen, während Großunternehmer Steuer- und Stromgeschenke bekommen. Unternehmertum und Risikobereitschaft werden bestraft."
— Teilnehmer:in Papierkram Monitor 2026, offene Antwort

Finanziell stabil: Umsatz und Gewinn trotzen der Stimmungskrise

Was den Monitor 2026 so besonders macht, ist der starke Kontrast zwischen der politischen Stimmung und den tatsächlichen Unternehmensergebnissen. Denn während die Zufriedenheitswerte sinken, bleiben die wirtschaftlichen Kennzahlen bemerkenswert stabil.

Im Jahr 2025 gaben 43,3 % der Befragten an, dass ihr Umsatz gestiegen oder deutlich gestiegen ist, nahezu identisch mit dem Vorjahreswert von 44,2 %. Bei 35,8 % blieb der Umsatz konstant, und nur 21 % verzeichneten einen Rückgang. Noch aufschlussreicher ist der Blick auf den Gewinn: Auch hier gaben 37,7 % an, dass er gestiegen ist, verglichen mit 38,2 % im Vorjahr.

Umsatz- und Gewinnentwicklung

Wie hat sich die eigene Finanzlage entwickelt? Berichtsjahr im Vergleich

2024 (aus Monitor 2025) 2025 (aus Monitor 2026)

Anteil „gestiegen" oder „deutlich gestiegen" und „gesunken" oder „deutlich gesunken" in Prozent.

Und auch der Ausblick bleibt erstaunlich optimistisch: Für das Jahr 2026 erwarten 44,3 % der Befragten einen steigenden Umsatz und 42,3 % einen steigenden Gewinn, beides leicht über den Vorjahresprognosen von 43,2 % beziehungsweise 40,3 %. Darüber hinaus geben 55,1 % an, dass sie sich bei dieser Einschätzung sicher oder sehr sicher fühlen.

Kernbotschaft: Die Stimmungskrise ist keine Ergebniskrise. Selbstständige sind überwiegend zufrieden mit ihrer Selbstständigkeit und wirtschaften erfolgreich, aber in einem Umfeld, das sie zunehmend als feindlich und ungerecht wahrnehmen.

Prognosen für das Folgejahr

Erwarteter Umsatz und Gewinn: Optimistische Aussichten trotz Stimmungsdelle

Prognose für 2025 (aus Monitor 2025) Prognose für 2026 (aus Monitor 2026)

Anteil der Befragten, die für das Folgejahr einen steigenden oder deutlich steigenden Wert erwarten.

Strukturwandel unter der Oberfläche: Mehr Solo, mehr Nebenjobs

Neben den Stimmungsindikatoren offenbart der Monitor 2026 auch einen strukturellen Wandel innerhalb der Befragtengruppe, der für sich genommen ein starkes Signal ist. Der Anteil der Soloselbstständigen, also derjenigen, die gänzlich ohne Mitarbeitende arbeiten, ist von 79,1 % auf 85,4 % gestiegen.

Parallel dazu hat der Anteil derjenigen, die neben ihrer Selbstständigkeit einer weiteren abhängigen Beschäftigung nachgehen, von 40,9 % auf 48,2 % zugenommen. Fast die Hälfte der befragten Selbstständigen hat also mittlerweile einen Nebenjob als Angestellte oder Angestellter.

Strukturelle Verschiebungen

Soloselbstständigkeit und Nebentätigkeiten nehmen zu

Monitor 2025 Monitor 2026
„Nur selbständig zu sein reicht mittlerweile nicht mehr aus, um die Kosten zu decken. Ein Zweitjob ist mittlerweile Standard."
— Teilnehmer:in Papierkram Monitor 2026, offene Antwort

Diese beiden Entwicklungen zusammen zeichnen ein nachdenklich stimmendes Bild: Kleinstunternehmen wachsen offenbar seltener, denn der Anteil von Betrieben mit 2 bis 5 Personen ist von 17,7 % auf 12,8 % gesunken. Und gleichzeitig sichern immer mehr Selbstständige ihren Lebensunterhalt durch zusätzliche Erwerbsquellen ab. Was auf den ersten Blick wie Pragmatismus aussieht, ist auf den zweiten auch ein Zeichen wachsenden wirtschaftlichen Drucks.

Die drängendsten Probleme: Was Selbstständige wirklich beschäftigt

Im Mittelpunkt: Bürokratie und wirtschaftliche Lage. Beide Themen finden sich in beiden Erhebungen auf den ersten drei Rangplätzen der dringendsten Probleme. Allerdings hat sich die Rangordnung verschoben.

Während im Monitor 2025 noch 28,3 % die wirtschaftliche Lage auf Platz 1 setzten, sind es im Monitor 2026 nur noch 15,8 %. Stattdessen rückt der Klimawandel, der neu im Fragebogen ist, auf Platz 3 vor. Und die internationalen Spannungen, die 2025 noch Platz 2 belegten, verschwinden aus den Top 3.

Überraschend für eine Umfrage unter Selbstständigen: Soziale Ungerechtigkeit / Armut landet in beiden Befragungen auf Platz 2 der wichtigsten Probleme. Dass Unternehmer:innen und Freiberufler:innen dieses Problemfeld als so wichtig erachten, ist ein sehr bemerkenswertes Ergebnis.

Dringendste Probleme in Deutschland

Platz 1 im Jahresvergleich: Welches Problem steht an erster Stelle?

Monitor 2025 Monitor 2026

Anteil der Befragten, die das jeweilige Thema auf Platz 1 ihrer persönlichen Problemrangfolge gesetzt haben.

Die Bürokratie hingegen bleibt konstant prominent: Mit 15,5 % auf Platz 1, 10 % auf Platz 2 und 12,9 % auf Platz 3 ist sie in beiden Jahren das einzige Thema, das alle drei Rangplätze belegt. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass es sich hier nicht um ein konjunkturelles Problem handelt, sondern um ein strukturelles Dauerthema.

„Der versprochene Abbau der Bürokratie findet nicht statt und das erstickt unsere Leistung."
— Teilnehmer:in Papierkram Monitor 2026, offene Antwort
„Statt Bürokratie abzubauen, wird Selbstständigen immer mehr aufgeladen, während Großunternehmer Steuer- und Stromgeschenke bekommen. Unternehmertum und Risikobereitschaft werden bestraft."
— Teilnehmer:in Papierkram Monitor 2026, offene Antwort

Was stabil geblieben ist - und was das bedeutet

Bei aller Eintrübung lohnt es sich, auch die Beständigkeiten zu benennen. Denn nicht alles hat sich verschlechtert und einige Stabilitäten sind sogar ermutigendes Zeichen.

Die Absicht, die Selbstständigkeit fortzuführen, ist trotz allem noch bei einer deutlichen Mehrheit vorhanden: 81,7 % geben an, das eigene Unternehmen nicht aufgeben zu wollen, verglichen mit 86,7 % im Vorjahr. Der Rückgang ist zwar spürbar, die Grundentschlossenheit aber bleibt. Ähnlich verhält es sich mit der Planungssicherheit: 55,1 % fühlen sich bei ihrer Prognose für Umsatz und Gewinn 2026 sicher oder sehr sicher, ein leichter Anstieg gegenüber 53,8 % im Vorjahr.

Auch die Grundstruktur der Problemperzeption ist stabil: Wirtschaftliche Lage und Bürokratie stehen in beiden Jahren in den Top 3. Die thematische Agenda der Selbstständigen hat sich also kaum verändert, was sich verändert hat, ist die Intensität der Frustration.


Fazit: Resilienz mit Rissen

Der Papierkram-Konjunkturmonitor 2026 zeigt eine Gruppe, die wirtschaftlich widerstandsfähig ist, aber emotional an Grenzen stößt. Die Stimmungskrise ist real, auch wenn sie sich in den Umsatzzahlen noch nicht spiegelt. Drei Befunde verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit:

  • Die Regierungszufriedenheit bei 5,4 % ist kein parteipolitisches Signal. Es ist eine Systemkritik, die beide Regierungen gleichermaßen trifft und die sich in konkreten Enttäuschungen wie dem Ausschluss von der Aktivrente manifestiert.
  • Der Anstieg der Nebentätigkeiten auf 48,2 % ist ein stiller Alarm: Wenn fast die Hälfte der Selbstständigen einen zweiten Job braucht, ist das kein individuelles Problem, sondern ein strukturelles.
  • Die stabilen Finanzkennzahlen sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Rahmenbedingungen sich verschlechtern. Erfahrungsgemäß folgen Stimmungseinbrüche den Ergebniszahlen mit einem Verzug von ein bis zwei Jahren.
  • Viele Unternehmer:innen empfinden sich als unter Druck stehende Mittelschicht, die zwischen steuerlich begünstigten Großunternehmen und reichen Bevölkerungsschichten zunehmend benachteiligt wird.

Was Selbstständige in Deutschland brauchen, sind politische Rahmenbedingungen, die ihre Leistung endlich wertschätzen.

Quellen: Papierkram Konjunkturmonitor 2026 (papierkram.de/monitor), Papierkram Konjunkturmonitor 2025 (papierkram.de/monitor-2025). Zitate stammen aus den offenen Antworten der jeweiligen Umfragen. Fragebogenentwicklung: xquiro.de, Papierkram.de, EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Datenauswertung: xquiro.de, Dr. Kajetan Hinner. Dokumentation: xquiro.de, Rainer Rapp

Blogbeitrag verfasst von
Rainer Rapp
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