01. Juni 2026

Deine Softwarekosten sind gestiegen, Benzin kostet mehr, und auch Deine sonstigen Ausgaben im Alltag sind teurer geworden. Deine Preise hast Du als Selbstständige:r jedoch seit zwei Jahren nicht mehr erhöht. Klingt bekannt?
Dabei ist eine Preiserhöhung keine Bitte um Erlaubnis, sondern eine unternehmerische Entscheidung. Und mit den richtigen Formulierungen ist sie einfacher umzusetzen, als Du vielleicht denkst.
In diesem Artikel erfährst Du, wann und wie Du Deine Preisanpassung strategisch formulierst, ohne Deine Kund:innen zu verlieren, und wie Du als Freelancer:in Stundensätze berechnest.
Steigende Kosten auf der einen Seite, gleichbleibende Honorare auf der anderen. Trotzdem zögern viele Selbstständige und Freiberufler:innen jahrelang. Hier sind die sechs häufigsten Gründe dafür:
Erkennst Du Dich darin wieder? Dann zeigen wir Dir Schritt für Schritt, wie Du eine Preiserhöhung professionell und sicher umsetzt.
Im folgenden Abschnitt erfährst Du, wann der richtige Zeitpunkt für eine Preiserhöhung ist, wie Du Deine Preise realistisch kalkulierst und wie Du sie als Selbstständige:r professionell kommunizierst, ohne Kund:innen zu verlieren.
Es gibt drei konkrete Signale, an denen Du erkennst, dass eine Preiserhöhung sinnvoll ist.
Wenn Du diese Signale im Blick behältst und Deine Preise regelmäßig überprüfst, stellst Du sicher, dass Deine Einnahmen mit Deinen Kosten und Deiner Leistung Schritt halten und Du langfristig profitabel arbeitest.

Dass Du Deinen Stundensatz als Selbstständige:r irgendwann erhöht werden muss, ist klar, doch um wie viel Prozent? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, aber es gibt klare Orientierungspunkte:
Zur genauen Berechnung Deiner Honorare als Selbstständige:r empfehlen wir Dir den Stundensatzrechner von Papierkram, mit dem Du online kostenlos einen fairen Preis auf Basis Deiner tatsächlichen Kosten ermitteln kannst und einschätzen kannst, wie Du als Selbstständige:r bzw. Freelancer:in Deine Stundensätze erhöhen kannst.
Der wichtigste Grundsatz: Transparenz statt Rechtfertigung. Du musst Dich für eine Preiserhöhung nicht entschuldigen. Du teilst eine unternehmerische Entscheidung mit, sachlich und selbstbewusst.
Hier sind fünf konkrete Tipps, die den Unterschied machen:

Die folgenden Musterschreiben kannst Du als Vorlage nutzen, um Deine Kund:innen über Preiserhöhungen zu informieren:
"Liebe:r [Name], ich melde mich heute, um Dich rechtzeitig über eine Anpassung meiner Preise zu informieren. Aufgrund gestiegener Betriebskosten und der allgemeinen Preisentwicklung passe ich meine Honorare zum [Datum] um [X Prozent] an. Mein neuer Stundensatz beträgt ab dann [Betrag] Euro. Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit und stehe Dir bei Fragen gerne zur Verfügung."
"Im Rahmen unserer aktuellen Zusammenarbeit gelten selbstverständlich die vereinbarten Konditionen. Für neue Projekte und Aufträge ab [Datum] gilt mein aktualisiertes Honorar von [Betrag] Euro pro Stunde. Ich freue mich, Dir die Details gerne persönlich zu erläutern."
"Alle ausgewiesenen Preise gelten ab [Datum] und entsprechen meinem aktuellen Honorarniveau. Für weitere Fragen zur Preisgestaltung stehe ich Dir gerne zur Verfügung."
Nicht alle Kund:innen werden einer Preiserhöhung sofort zustimmen, doch das ist normal. Entscheidend ist, wie Du damit umgehst. Hierbei hilft Dir die folgende einfache Entscheidungslogik:
Nicht alle Kund:innen müssen bleiben. Tatsächlich schafft das Loslassen von Kund:innen, die nicht bereit sind, faire Honorare zu zahlen, Kapazität für bessere Aufträge. Das ist keine Niederlage, sondern Teil einer reifen Preisstrategie.
Die Folgen zeigen sich oft nicht sofort, wirken sich aber Schritt für Schritt auf Deine finanzielle Stabilität, Deine Arbeitsbelastung und die Wahrnehmung Deiner Leistung aus:
Regelmäßige und gut kommunizierte bzw. formulierte Preisanpassungen sind deshalb kein Zeichen von Gier, sondern ein wichtiger Bestandteil eines langfristig gesunden und nachhaltigen Geschäftsmodells.
Die Kalkulation der Preise wirkt auf den ersten Blick einfach, aber in der Praxis werden wichtige Faktoren von Selbstständigen oft übersehen. Hier sind die Punkte, die am häufigsten unterschätzt werden:
Wenn Du Deine Preise realistisch kalkulieren möchtest, musst Du deshalb nicht nur den gewünschten Umsatz betrachten, sondern alle laufenden Kosten, Ausfallzeiten und langfristigen finanziellen Ziele konsequent mit einbeziehen.
Damit Du Deine Preise nicht nach Gefühl, sondern auf Basis echter Zahlen festlegst, brauchst Du jederzeit einen klaren Überblick über Deine Finanzen. Genau hier kommt Papierkram ins Spiel: Papierkram ist eine cloudbasierte Buchhaltungssoftware aus Deutschland, die speziell für Selbstständige und kleine Unternehmen entwickelt wurde. Sie bündelt alle wichtigen Unternehmenszahlen an einem Ort, von der Angebots- und Rechnungserstellung bis hin zur Auswertung Deiner Einnahmen, Ausgaben und offenen Posten.
So erkennst Du frühzeitig, wie profitabel Deine Dienstleistungen tatsächlich sind, welche Kosten steigen, wie hoch Deine reale Gewinnmarge ausfällt und wann eine Preisanpassung wirtschaftlich sinnvoll wird. Auch wiederkehrende Ausgaben wie Software-Abos, Büro- oder Steuerkosten lassen sich transparent nachvollziehen und direkt in Deine Kalkulation einbeziehen.
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Preiserhöhungen gehören zur Selbstständigkeit dazu und sind notwendig, um steigende Kosten, Inflation und den eigenen Arbeitsaufwand langfristig auszugleichen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Höhe der Anpassung, sondern vor allem eine klare Kalkulation und eine professionelle Kommunikation gegenüber Deinen Kund:innen. Wenn Du Deine Preise regelmäßig überprüfst und strategisch anpasst, schützt Du Deine Gewinnmarge, arbeitest wirtschaftlich nachhaltiger und positionierst Dich langfristig stärker am Markt.
Mit Papierkram behältst Du Einnahmen, Ausgaben, offene Posten und Deine tatsächliche Profitabilität jederzeit im Blick und erledigst zudem mühelos und zeitsparend Deine Steuerklärungen.
Eine gute Strategie ist es, Preise in regelmäßigen Abständen zu prüfen, mindestens einmal jährlich. Kleine, schrittweise Preissteigerungen sind für Bestandskunden leichter nachvollziehbar als seltene, große Erhöhungen und reduzieren das Risiko, Kund:innen zu verlieren.
Eine rechtliche Pflicht besteht nicht. Dennoch schafft eine kurze, sachliche Erklärung Klarheit und stärkt Kundenbeziehungen. Ein Hinweis auf gestiegene Betriebskosten oder die allgemeine Preisentwicklung reicht als Begründung völlig aus und wirkt professionell.
Prüfe zunächst den strategischen Wert der Zusammenarbeit für Dein Geschäft. Bei wichtigen Bestandskunden ist eine Übergangsphase als Vorteil denkbar. Kund:innen, die dauerhaft faire Honorare ablehnen, binden Kapazitäten, die Du für bessere Aufträge nutzen könntest.
Eine professionelle Preisanfrage braucht Vorbereitung und Klarheit: Leistungsumfang, Zeitrahmen und Ansprüche sollten klar benannt sein. Das ist keine Herausforderung, sondern eine Methode, um Missverständnisse zu vermeiden und von Anfang an als seriöser Anbieter aufzutreten.
Das ist im Einzelfall abzuwägen. Ein einmaliger Rabatt als Übergangsregelung kann Kundenbeziehungen schützen, ohne Deine Preissteigerung grundsätzlich zu verwässern. Wichtig: Dauerhafte Rabatte werden schnell zur Erwartung und erschweren es, künftige Preise zu erhöhen.
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