Der Break-Even-Punkt – auch Gewinnschwelle genannt – ist einer der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Begriffe für Dich als Selbstständige:r oder Freelancer:in. Er zeigt Dir, ab welchem Umsatz Deine Einnahmen Deine Kosten decken. Mit anderen Worten: Ab diesem Punkt arbeitest Du nicht mehr defizitär, sondern erwirtschaftest Deinen ersten Gewinn. Das macht den Break-Even-Punkt zu einem zentralen Steuerungsinstrument für Dein Business.
Der Break-Even-Punkt ist der Schnittpunkt zwischen Deinen Gesamtkosten und Deinen Einnahmen. An diesem Punkt gilt die einfache Regel: Erlöse = Kosten.
Man unterscheidet dabei zwischen:
Gerade für Selbstständige und Freelancer:innen ist der Break-Even-Punkt unverzichtbar, denn er gibt Dir klare Orientierung:
Um den Break-Even-Punkt zu berechnen, musst Du Deine Kostenstruktur kennen. Dabei unterscheidet man zwischen:
Die Berechnung ist einfach und folgt einer klaren Formel:
Break-Even-Menge = Fixkosten / (Preis – variable Kosten)
oder in Worten: Teile Deine gesamten Fixkosten durch den Deckungsbeitrag pro Einheit oder Stunde.
Du findest einen Break-Even-Punkt-Rechner auf unserer Website, den Du kostenlos nutzen kannst und der Dir das Ergebnis nicht nur berechnet, sondern auch gleich grafisch darstellt.
Stell Dir vor, Du hast monatliche Fixkosten von 3.000 €. Dein Stundensatz beträgt 100 €, und Deine variablen Kosten liegen bei 10 € pro Stunde. Der Deckungsbeitrag pro Stunde liegt also bei 90 €.
Du kannst Deinen Break-Even-Punkt aktiv steuern. Diese Hebel sind besonders wichtig:
Viele Selbstständige machen ähnliche Fehler:
Der Break-Even-Punkt ist kein kompliziertes Theoriekonstrukt, sondern ein äußerst praktisches Werkzeug. Er hilft Dir, Deine Finanzen im Griff zu behalten, Dein Business solide zu planen und langfristig profitabel zu arbeiten. Wenn Du Deinen Break-Even-Punkt regelmäßig überprüfst, erkennst Du frühzeitig, ob Dein Geschäftsmodell tragfähig ist – und kannst rechtzeitig gegensteuern.
Der Break-Even-Punkt ist die Gewinnschwelle, an der Deine Einnahmen genau Deine Kosten decken. Ab diesem Punkt arbeitest Du nicht mehr mit Verlust, sondern erwirtschaftest Gewinn.
Du teilst Deine Fixkosten durch den Deckungsbeitrag pro Stunde oder pro Stück. Der Deckungsbeitrag ergibt sich aus Deinem Preis abzüglich der variablen Kosten. Das Ergebnis ist die Anzahl an Stunden oder Stückzahlen, die Du mindestens verkaufen musst.
Der Break-Even-Punkt zeigt Dir, ob Dein Businessmodell tragfähig ist. Er hilft Dir bei der Preisgestaltung, gibt Dir Planungssicherheit und schützt Dich vor Unterdeckung und Liquiditätsproblemen.
Du musst sowohl Fixkosten wie Miete, Versicherungen oder Software-Abos als auch variable Kosten wie Fremdleistungen, Plattformgebühren oder Reisekosten berücksichtigen. Nur so erhältst Du ein realistisches Bild Deiner Gewinnschwelle.
Du kannst Deinen Break-Even-Punkt verbessern, indem Du Deine Preise erhöhst, Deine Fixkosten reduzierst, Deine variablen Kosten senkst oder Deine Auslastung steigerst. Schon kleine Anpassungen können einen großen Unterschied machen.
Erfahrungsberichte von Nutzer:innen, die in den Bereichen Sozialpädagogik, Film, Fernsehen, Rundfunk, Organisation, Design, Fotografie und Webdesign arbeiten.
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